Griechenland

Das Tierelend in Griechenland

 

33 2In Griechenland besteht zwar ein (durchaus gutes) Tierschutzgesetz, jedoch hat sich bis heute weder im Schulunterricht noch im Alltag der Griechen der Tierschutzgedanke etabliert – im Gegenteil, der Straßenhund wird als dreckig und als Überträger von Krankheiten gesehen und so wird es meist auch den Kindern vermittelt. Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid der Tiere ist demnach in Griechenland normal und Tierquälerei gilt als Bagatelle...

Vor dem Gesetz ist ein Tier eine Sache und muss etwas leisten, um sich sein Futter zu verdienen. Wird ein Tier krank oder z.B. für die Jagd untauglich, wird es „entsorgt“, d.h., ausgesetzt oder auf z. T. bestialische Art und Weise getötet.

Die Anzahl der Straßenhunde schätzt man auf circa 300.000, eine Zahl, die eher zunehmend ist, bedingt durch das immer wieder Aussetzen von nicht kastrierten Haushunden und die eher negative Einstellung vieler griechischer Hundebesitzer zum Thema Kastration. Hier herrscht bei vielen Hundebesitzern die Meinung, dass eine Kastration doch wider die Natur sei und die Hunde auch ihren „Spaß haben sollen“. Spricht man sie dann auf die vielen ausgesetzten Welpen an verkehrsreichen Straßen oder an die weggeworfenen Welpen in Mülltonnen an, so erhält man vielfach die Antwort, dass ihr Schicksal „nun in Gottes Hand liege“ und vielleicht hätte der eine oder andere ausgesetzte Hund ja das Glück, von irgendjemandem aufgenommen zu werden, die „Chance habe man ihm ja gegeben“.