Griechenland - Die Erhängten von Kos

Die Erhängten von Kos


24Nicht nur die Straßentiere werden Opfer grausamer Tötungen und Tierquälerei, auch Jagd- und Hütehunde, die entweder nicht zur Jagd geeignet sind, krank sind oder „ausgedient“ haben, erleiden ein ähnliches Schicksal. Bei Jägern und Hirten ist das Erhängen eine beliebte „Entsorgungsmethode“, die oft auch als Bestrafung des armen Tieres betrachtet wird. Der grausame Fund auf der Insel Kos im März 2008, bestätigt das.

Die Gehängten von Kos schockieren Tierfreunde
Cordelia Madden

Die Entdeckung von neun erhängten Hunden nahe einem Urlaubsort von Kos hat einen Aufschrei von griechischen und internationalen Tierschutzgruppen hervorgerufen, um örtliche Obrigkeiten in Zukunft den Schutz von Streunen nahe zu legen. Die Hunde wurden am 1. März in einem Vorort von Kardamena an einem Baum erhängt gefunden. Zwei Jagdhunde dürften erst vor kurzem dort erhängt worden sein, die anderen befanden sich in verschiedenen Stadien der Verwesung.

Augenzeugen berichten, dass die Hunde offensichtlich lebendig erhängt wurden. Die Bilder vom Baum des Entsetzens gingen um die ganze Welt, dies veranlasste den Bürgermeister von Irakleidon, Stergos Billis, einen offiziellen Kommentar am 12. März dazu zu geben, in dem er seine Traurigkeit und Empörung über den Vorfall ausdrückte. „Wir verurteilen diese grauenhafte und barbarische Tat zutiefst“, heißt es in dem Statement, „ich möchte jedem versichern, dass dies nicht die Tierliebe unserer Bevölkerung zeigt (…) Der Vorfall wurde der Justiz und Polizei gemeldet, um den Täter einzusperren und zu bestrafen“.

Vangelis Trakossas, einer der Terschützer der Insel, sagt: „Die Polizei hat versucht, Stellungnahmen zu bekommen, doch die Bevölkerung schweigt. Trakossas wurde von einem Landwirt gefragt: „Wenn ein Hund deine Hühner umbringt, würdest du ihn nicht auch aufhängen?“

Der Bürgermeister hat Trakossas für die Zukunft Hilfe für die Kastration von Streunern zugesagt. Die Obrigkeiten wollen ein Fang – Kastrations – Freilassungsprogramm für heimatlose Hunde entwickeln, basierend auf dem griechischen Gesetz (No.) 3170. Trakossas sagt, dass sich diesbezüglich nichts auf Kos getan hat. Der in Großbritannien stationierte griechische Tierschutz hat eine Belohnung von 2000 Euro zur Ermittlung des Täters ausgesetzt.

ATHENS NEWS, 14/03/2008 Quelle: www.tirolertierengel.com