Grönland

Grönland ist politisch autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark.

Weitgehend unbekannt: Das Leiden der Schlittenhunde in Grönland
 

greenland3© Ali / PIXELIOFällt der Name Grönland, wird dies mit Abgeschiedenheit, Naturverbundenheit, traditionellem Leben der Inuit verbunden, Tiere und Menschen teilen sich die größte Insel der Erde im gegenseitigen, harten aber respektvollen Überlebenskampf.

Weit gefehlt: In Grönland leben etwa 21 000 Schlittenhunde unter katastrophalen Umständen. Es herrscht ein flächendeckendes Grauen mit ständig angeketteten Schlittenhunden, die ohne Wasser und Futter dahinvegetieren.


Eine Mitarbeiterin des Österreichischen Tierschutzvereins machte sich im August 2007 auf nach Ostgrönland, um das Leid der Hunde zu dokumentieren. Ein eindrucksvolles Video zeigt, dass es sich hier um keine Einzelfälle handelt. Einsame Hunde an Ketten, Hunde ohne Wasser, skelettierte Hunde mit zusammengebunden Beinen, den Strick, der als Halsband fungierte, noch um den Hals.

Die Welpen müssen am nackten Boden liegen, auch im Regen, Welpenhütten sind zwar gesetzlich vorgeschrieben, doch es hält sich niemand daran. Schlimm ist, dass die Ketten der Muttertiere ganz knapp neben den Welpen befestigt sind, läuft die Mutter auf und ab, scheuert die Kette über die Kleinen, diese schreien jedes Mal auf vor Schmerzen, doch das kümmert niemand. Oft können die Mütter nicht zu den Welpen, weil die Ketten schon so verwickelt sind, dass sich die Hunde nicht einmal einen halben Meter bewegen können.

image003Zwar stehen überall Eimer oder Bottiche, doch zumeist leer. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass mehr als 90 % der Tiere kein Wasser haben, oder zumindest nur sehr selten, viele Hunde sind vor Durst schon fast wahnsinnig und das obwohl manchmal sogar Wasser in Rinnsalen an ihnen vorbeifließt, doch sie können es nicht erreichen, weil die Ketten zu kurz sind...
In den entlegenen Dörfern, die man nur mit dem Boot erreicht, wird das Ausmaß der Tragödie erst so richtig sichtbar.

In jedem Dorf leben mindestens 150 Hunde, alle unter widrigsten Umständen, angekettet, manche bis zur fast völligen Unbeweglichkeit mit den Ketten verwickelt, ohne Wasser, ohne Futter. Denn Futter gibt es im Sommer nur alle 3-4 Tage maximal, oft nur einmal pro Woche und dann nur Eingeweide von Robben, ab und zu etwas Fisch.