Großbritannien

Die Situation in Großbritannien
 

1© Sandra Brunsch / FOTOLIADas Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland ist ein souveräner Staat vor der Nordwestküste Kontinentaleuropas. Mit rund 60,2 Millionen Einwohnern ist es das drittbevölkerungsreichste Land der Europäischen Union. Ohne Zweifel gehört Großbritannien zu den europäischen Ländern, die den Tierschutz ernst nehmen. So ist es auch kein Zufall, dass in diesem Land die meisten Familien ein Haustier halten. Das Vereinigte Königreich hat bereits Ende des 19. Jahrhunderts erste Gesetze zum Schutz von Haustieren erlassen.


Wie die Organisation RSPCA (The Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals) mitteilt, haben 80 % von 2.110 befragten Briten angegeben, dass für sie hohe Tierschutzstandards in einer zivilisierten Gesellschaft unabdingbar sind. Vor zwei Jahren sahen nur 50 % der Briten diesen Zusammenhang. Straßenhunde und –katzen, die dauerhaft auf der Straße leben, wie in vielen südeuropäischen Ländern, gibt es in Großbritannien nicht.

Allerdings wird auch hier der Begriff „stray dogs“ für Tiere verwendet, die herrenlos auf der Straße aufgegriffen werden. Diese Tiere werden in Tierheimen aufgenommen und wenn sich der Besitzer des Tieres nicht innerhalb von 7 Tagen meldet, wird entschieden, ob das Tier vermittlungsfähig ist. So kommt es immer wieder vor, dass Hunde aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit, ihres Alters oder ihres Gesundheitszustandes nach dieser Frist eingeschläfert werden. Das verdeutlichen auch die folgenden Zahlen der Tierschutzorganisation „dog trust“ aus dem Jahresbericht 2008:

  • 96.892 Hunde wurden herrenlos aufgegriffen oder in Tierheimen abgegeben
  • 6.710 Hunde davon wurden eingeschläfert