Frankreich

Vive la France! Es lebe Frankreich – die Tiere sterben!


image021-Jedes Jahr lockt Frankreich Millionen von Urlaubern mit seiner wunderschönen Landschaft, seinen kulinarischen Genüssen und seiner faszinierenden Kultur ins Land.

Doch wären die ahnungslosen Urlauber immer noch von der französischen Lebensart begeistert, wenn Sie wüssten, wie es in dieser Kulturnation im Herzen Europas um den Tierschutz bestellt ist?

Im Bereich von Tierhaltung und Tierschutz herrschen katastrophale Missstände, obwohl Tausende von tierlieben Franzosen für das Wohl ihrer Tiere kämpfen.

In Frankreich wird nicht nur in kulinarischer Hinsicht der Tierschutz nicht allzu ernst genommen. Im Land von Tierquälereien wie Gänsestopfleber und Stierkampf, in dem Froschschenkel immer noch nicht vom Speiseplan verschwunden sind, werden streunende Hunde und Katzen oftmals einfach eingefangen und getötet, in einigen Regionen sind sie sogar zum Abschuss durch Jäger freigegeben.

Nicht vergessen darf man das Elend der Tiere in den tropischen Urlaubsparadiesen. Die Übersee-Departements gehören zu Frankreich wie der Champs Elysée und der Eiffelturm, offiziell gelten französische Gesetze und das französische Sozialversicherungswesen und selbstverständlich die EU-Mitgliedschaft. Nirgendwo in Frankreich geht es Hunden schlechter. Aber hier gilt wohl: Aus den Augen, aus dem Sinn.
Zwar gelten die Franzosen als ausnehmend tierlieb - jeder zweite Franzose besitzt ein Haustier - trotzdem hat der Schutz von Tieren nicht den Stellenwert, den man von einem europäischen Rechtsstaat im 21. Jahrhundert erwarten kann und fordern muss.

image009Besonders in den vielen ländlichen Regionen Frankreichs vermehren sich Hunde und Katzen unkontrolliert und landen dann in Auffangstationen, den "fourrières", wo sie in der Regel nicht mehr von ihren oftmals gleichgültigen Besitzern abgeholt werden. Diese Verwahranstalten, die keine Tiere von Privatleuten aufnehmen, sondern von der Kommunalpolizei eingefangene Hunde, sind oft für mehrere Kommunen gleichzeitig zuständig und nicht selten in schlechtem Zustand. Es gibt nicht nur von den Kommunen betriebene „fourrières“, sondern auch private kommerzielle Auffangstationen, denen die Kommunen einen Betrag für die Betreuung pro Hund und Tag bezahlen. Nach einer Frist können die nicht von ihren Besitzern abgeholten Tiere an ein Tierheim zur weiteren Vermittlung gegeben werden. Oft können die Tiere aber wegen mangelnder Kapazitäten nicht übernommen werden.

Die tragische Konsequenz: Die Tiere werden, unabhängig von Alter und Gesundheitszustand, nach Ablauf der Frist eingeschläfert. Informierte Kreise berichten von 500.000 getöteten Tieren im Jahr!